aktuell, 11.05.2026
Am Sonntag fand in Bonn bei bestem Frühlingswetter wieder der „Lauf für Menschenrechte“ entlang des Rheins statt. Weit über hundert Läuferinnen und Läufer nahmen teil, um ein sichtbares Zeichen gegen die Unterdrückung im Iran zu setzen
Während politische Diskussionen über den Iran oft von Themen wie Energiepreisen oder Wirtschaftskrisen dominiert werden, bleibt die menschliche Tragödie vor Ort das eigentliche Drama: Für die Mehrheit der iranischen Bevölkerung ist die aktuelle Regierung ein zerstörerisches System, unter dem Hinrichtungen, Massenverhaftungen und Folter an der Tagesordnung sind.
Um auf diese unerträglichen Zustände aufmerksam zu machen, fand am gestrigen Sonntag in Bonn bei bestem Wetter erneut der Lauf für Menschenrechte statt.
Weit über hundert Läuferinnen und Läufer versammelten sich am Rheinufer, um ein sichtbares Zeichen der Solidarität zu setzen.
Das Besondere an dieser Aktion: Jeder Teilnehmer trug den Namen eines politischen Häftlings auf der Brust, um den Schicksalen hinter den Mauern der iranischen Gefängnisse ein Gesicht zu geben.
Als Läufer war es mir ein wichtiges Anliegen, persönlich dabei zu sein. Ich startete mit dem Namen eines Geistlichen auf der Brust, der vom iranischen Regime massiv misshandelt wird.
Dass internationaler Druck und öffentliche Aufmerksamkeit auch in schwierigen Zeiten Wirkung zeigen, beweisen aktuelle Erfolge wie die Freilassung von Maryam Monfared am 6. April.
Solche Nachrichten motivieren umso mehr, weiterhin laut zu sein und die Namen derer zu nennen, die selbst nicht gehört werden können. Ein herzlicher Dank gilt allen, die gestern mitgelaufen sind und dieses wichtige Thema im Bewusstsein unserer Stadt halten.
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