Heißes und kaltes Europa

aktuell, 20.04.2026

Bodenfrost in Deutschland vs. Hitze-Stöhnen in Spanien

Während Mitteleuropa in diesen Nächten noch einmal die die letzten Züge des Spätwinters zu spüren bekommt, erlebt die Iberische Halbinsel bereits den ersten massiven Vorgeschmack auf den Sommer.

Die Wetterlage in Europa präsentiert sich derzeit als extremes Zwei-Klassen-System: Ein kräftiger Kaltlufteinbruch im Norden trifft auf eine frühe Hitzewelle im Süden.

Deutschland: Bibbern bei Bodenfrost

In den kommenden Nächten müssen Autofahrer und Hobbygärtner hierzulande nochmals wachsam sein: Während die Lufttemperaturen in zwei Metern Höhe verbreitet zwischen -1 °C und +4 °C liegen, sinken die Werte direkt über dem Erdboden stellenweise deutlich unter den Gefrierpunkt.

Tiefstwerte Deutschland 21.04.2026
© www.donnerwetter.de

Bodenfrost ist im April zwar keine Seltenheit, stellt aber für die bereits erwachte Natur eine echte Gefahr dar. Viele Obstbäume stehen bereits in voller Blüte, und früh gesetzte Gartenpflanzen vertragen die eisigen Temperaturen in Bodennähe kaum. Empfindliche Kulturen sollten also in jedem Fall weiter geschützt werden. Auch Autofahrer sollten das Kratzeisen noch nicht im Keller verstauen, da nächtliche Aufklarungen lokal für überfrorene Scheiben sorgen können. Ursache für diese Kälte ist eine polare Strömung, die durch ein Hoch über dem Nordatlantik direkt nach Mitteleuropa gelenkt wird.

Spanien und Portugal: Die erste Hitzewelle des Jahres

Ganz anders sieht es im Südwesten des Kontinents aus. In Spanien und Portugal stöhnen die Menschen unter der ersten echten Hitzewelle dieses Jahres. Die 30-Grad-Marke, die normalerweise erst im späten Mai oder Juni großflächig fällt, wird derzeit mühelos überschritten.

In Regionen wie Andalusien oder dem Tejo-Tal in Portugal werden Spitzenwerte von bis zu 33 °C oder 34 °C erwartet.

Spitzentemperaturen Spanien 20.04.2026
© www.donnerwetter.de

Bis mindestens Mitte der Woche hält die heiße Phase an; die Kombination aus früher Trockenheit und hohen Temperaturen erhöht bereits jetzt die Waldbrandgefahr in den südlichen Provinzen.

Wer die große Wärme sucht, muss derzeit also weit in den Süden reisen. Für alle anderen in Deutschland gilt: Die Eisheiligen sind zwar noch ein paar Wochen entfernt, doch die aktuelle Wetterlage erinnert uns erneut daran, dass der Frühling ein wankelmütiger Geselle ist. Haltet also schon mal die Decken für die Tomaten und die Eiskratzer für die Windschutzscheibe bereit.

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