Klümpchen statt Kunstrasen

aktuell, 27.08.2026

Die extremen Hitzewellen der vergangenen Wochen hinterlassen deutliche Spuren: Auf vielen Kunstrasenplätzen verklebte das Gummigranulat zu einer zähen Masse – die Plätze sind bis heute unbespielbar, die Reparatur kostspielig.

Wenn wir an die Hitzeschäden dieses Sommers denken, fallen uns spontan vor allem ausgetrocknete Rasenflächen oder aufgeplatzte Asphaltflächen ein.

Ende Juni sorgten Lufttemperaturen um 40 Grad aber auch für extrem hohe Oberflächentemperaturen auf Sportplätzen– mit teuren Konsequenzen.

© www.donnerwetter.de 

Das Infill-Gummigranulat vieler Kunstrasenplätze hielt der Gluthitze nicht stand, weichte auf und verklebte zu zähen Klumpen. Durch die Belastung beim Spielen verdichtete sich die klebrige Masse weiter und haftete an den Sportschuhen.

Wegen der massiven Verletzungsgefahr zogen Kommunen wie Bonn oder Grevenbroich die Reißleine und sperrten die Plätze.

Viele Schäden dieser Art dürften durch die in einigen Bundesländern noch laufenden Sommerferien noch im Dunkeln liegen und erst zum Start des Trainingsbetriebs auffallen.

Bitter: Die Reparatur verlangt aufwendige und kostenintensive Sanierungen oder den Austausch des gesamten Belags. Abkühlung oder Regen machen die Verklumpung nicht rückgängig.

Für Städte und Vereine summiert sich das Problem so zu einer weiteren unerwarteten Kostenfalle. Die "geschmolzene Sportplätze" zeigen eindrücklich, wie teuer und vielschichtig die Folgen von Extremwetter sein können.

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