März bislang zu trocken

aktuell, 24.03.2026

In vielen Regionen fehlt weiterhin Niederschlag - kann die Wetterlagenumstellung daran etwas ändern?

Wie das aktuelle Satellitenbild der summierten 30-Tage-Niederschläge zeigt, brachte der März 2026 vor allem in den tieferen Lagen Deutschlands deutlich zu geringe Niederschlagsmengen.

Gut und gerne hätten in diesem Zeitraum auch die doppelten bis dreifachen Mengen fallen können, um Böden und Grundwasserspeicher ausreichend zu sättigen.

Summierte 30-Tage-Niederschläge bis 24.03.
© www.donnerwetter.de

 

Besonders hervor sticht Nord- und Ostdeutschland: Hier führten die geringen Regenmengen zu den größten Defiziten, während die Werte im Westen und Südwesten näher am langjährigen Mittel lagen.

Reißt Wetterwechsel das Ruder noch herum?

Mit der aktuellen Wetterlagenumstellung stellt sich nun zwar wieder häufiger Regen ein, in den Mittelgebirgen ist teils auch Schnee in Sicht; ein großer "Regensegen" ist laut aktuelle Prognosen aber eher unwahrscheinlich - auch, da eine Rückkehr zu hohem Luftdruck im Laufe des Aprils wahrscheinlich ist.

Hinzu kommt: Langfristprognosen neigen häufig zu einer Überschätzung der tatsächlichen Niederschläge – die sogenannte „Modellfeuchte“.

Sollte sich der Niederschlag anders verteilen oder Tiefdruckgebiete schwächer ausfallen, könnten die realen Mengen vor allem in den tieferen Lagen deutlich geringer ausfallen als berechnet.

Ob sich die Defizite in den Böden also spürbar verringern werden, hängt entscheidend von den kommenden Wochen ab. Eine erneute Frühjahrdürre wie in den vergangenen Jahren ist also auch für das Jahr 2026 noch im Rennen. 

Akkumulierte Regenmengen nach GFS bis 09.04.2026
© www.donnerwetter.de

 

  Redaktion
 Team-Info
 Team-Kontakt




5

Wetter-Meldungen

CO2-Deutschland

468 ppm
24.03.2026 15:15
mehr

Zitat des Tages

    "Der gesunde Menschenverstand ist blind sowohl für das äußerst Böse wie für das höchst Gute."

    Karl Jaspers