aktuell, 08.07.2026
Die außergewöhnliche Hitzewelle über Westeuropa setzt sich in den kommenden Tagen fort. Ein massiver Hitzedom über Frankreich sorgt dort weiterhin für extreme Temperaturen.
Das europäische Wettermodell (ECMWF) zeigt eine ausgeprägte, blockierende Hochdrucklage über Westeuropa.
Bei diesem Phänomen, das in der Meteorologie als „Heat Dome“ bezeichnet wird, lagert sich ein extrem stabiles Höhenhoch über einer Region ein. Innerhalb dieses Systems sinken die Luftmassen großflächig ab.
Durch dieses Absinken komprimiert sich die Luft und erwärmt sich adiabatisch – also rein physikalisch durch den steigenden Druck. Gleichzeitig verhindert die absinkende Luft jede Wolkenbildung, sodass die intensive Sonneneinstrahlung den Boden ungehindert weiter aufheizt.
Zweigeteiltes Wetter am Wochenende
Deutschland liegt an der Flanke dieses Hitzedoms, was zu einer markanten Wetterscheide führt. Die heißen Luftmassen schaffen es nur teilweise, nach Mitteleuropa vorzustoßen.
Besonders warm wird es daher vor allem im Südwesten des Landes. In einem Streifen vom südwestlichen Nordrhein-Westfalen – insbesondere in der ohnehin anfälligen Köln-Bonner Bucht – über Rheinland-Pfalz bis hinunter nach Baden-Württemberg werden am Wochenende Spitzenwerte von 32 bis 35 Grad Celsius erwartet. In den klassischen Wärmebecken entlang des Rheins sind punktuell auch leicht höhere Werte möglich.
In den übrigen Regionen Deutschlands, insbesondere im Norden und Osten, sorgt eine westliche bis nordwestliche Strömung für niedrigere Werte. Hier fließt kühlere Meeresluft ein, die die Ausbreitung der extremen Hitze blockiert.
In diesen Landesteilen bleibt es bei mäßigen, deutlich angenehmeren Sommertemperaturen weit unter der 30-Grad-Marke. Erst zum Beginn der neuen Woche könnte die Luftmasse an der Grenze zur kühleren Luft instabiler werden, was das Risiko für lokale Wärmegewitter ansteigen lässt.
Das Wetter in der 2-Stunden-Prognose findet Ihr in unserem Nowcasting!
| Redaktion Team-Info Team-Kontakt |